Rechtes Gedankengut verbreitet Bericht: Verfahren gegen Polizisten nach NS-Parolen im Dienstfunk
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Verbotene Worte im Polizeifunk: In Pinneberg bei Hamburg soll ein Beamter den Hitlergruß über den Dienstfunk verbreitet haben. Jetzt drohen Konsequenzen.
Ein Polizist des Reviers Pinneberg bei Hamburg muss sich vor dem Amtsgericht Pinneberg wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, soll der Beamte laut Anklage während einer Streifenfahrt in Schenefeld am 2. Januar 2024 mehrfach "Heil Hitler" über den Polizeifunk gesagt haben. Hörbar soll das für zahlreiche Kollegen gewesen sein.
Bei Verurteilung droht dem Polizisten laut "Hamburger Abendblatt" eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Schwerwiegender dürften jedoch demnach die disziplinarischen Konsequenzen sein. Polizeibeamte, die rechtes Gedankengut verbreiten, sollen innerhalb der Polizei nicht geduldet und konsequent verfolgt werden.
Warum der Beamte die verbotene NS-Parole über den Polizeifunk äußerte, soll laut dem Bericht während des Prozesses am Donnerstag aufgeklärt werden. Bei der Verhandlung wird voraussichtlich auch ein Ermittler der Zentralen Disziplinarbehörde des Kieler Innenministeriums anwesend sein.
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- abendblatt.de (kostenpflichtig): "Hitlergruß": Polizist grüßt Kollegen im Dienst mit Naziparole