Stones-Konzert in Hamburg Bundesgerichtshof verhandelt über Ticket-Affäre
Knapp sechs Jahre nach einem Konzert der Rolling Stones in Hamburg beschäftigt sich der Bundesgerichtshof mit der Veranstaltung. Es gibt Korruptionsvorwürfe.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstag über die Affäre um Rolling-Stones-Freikarten für das Bezirksamt Hamburg-Nord verhandelt. Das Urteil des BGH wird am Donnerstag erwartet. Der 5. Strafsenat des BGH in Leipzig muss entscheiden, ob ein Urteil des Landgerichts Hamburg zu den Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Großveranstaltung Bestand hat.
Die Staatsanwaltschaft hatte Revision eingelegt. Es geht um Freikarten im Wert von rund 15.000 Euro, die der Veranstalter dem Bezirksamt Hamburg-Nord überlassen hatte – mutmaßlich, um die Höhe des Entgelts für die Nutzung des Konzertgeländes zu beeinflussen.
Das Landgericht hatte den ehemaligen Leiter des Bezirksamts vergangenes Jahr wegen Vorteilsnahme und -gewährung zu einer Geldstrafe verurteilt. Von den Hauptvorwürfen der Bestechlichkeit und Untreue war er freigesprochen worden.
Sein. damaliger Stellvertreter hatte wegen Vorteilsannahme und Beihilfe ebenfalls eine Geldstrafe erhalten. Zwei weitere Angeklagte, die bei der Veranstaltungsagentur für das Konzert verantwortlich waren, wurden freigesprochen. Ihnen war Bestechung vorgeworfen worde.
- Nachrichtenagentur dpa