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Hamburg

Hamburg: Oberbillwerder startet als 105. Stadtteil trotz Widerstand


Hamburgs 105. Stadtteil
Beschlossene Sache: Oberbillwerder geht in die nächste Phase

Von t-online, jdl

07.03.2025Lesedauer: 2 Min.
Visualisierung des geplanten Stadtteils Oberbillwerder aus der Vogelperspektive von Süden: Senat beschließt den Bebauungsplan für den neuen Stadtteil Oberbillwerder.Vergrößern des Bildes
Visualisierung des geplanten Stadtteils Oberbillwerder aus der Vogelperspektive von Süden: Senat beschließt den Bebauungsplan für den neuen Stadtteil Oberbillwerder. (Quelle: IBA Hamburg / ADEPT)
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Hamburgs 105. Stadtteil kommt: Der Bebauungsplan für Oberbillwerder ist beschlossen – gegen Widerstand aus allen Richtungen. Das ist geplant.

Der Senat hat am Freitag das Bebauungsplanverfahren für Oberbillwerder beschlossen. Mit der Veröffentlichung im Amtlichen Anzeiger ist der rechtliche Rahmen nun gesetzt, Einsprüche sind nicht mehr möglich.

"Nun ist es geschafft. Für Oberbillwerder liegt Baurecht vor. Sechs Jahre nach dem Masterplanbeschluss geht es jetzt richtig los", erklärte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD).

Wohnraum für Tausende – Schulen und Kitas geplant

Auf einer bislang unbebauten Fläche nördlich von Neuallermöhe sollen neben den 6.500 Wohnungen auch 5.000 Arbeitsplätze, ein Hochschulcampus der HAW, 14 Kitas, zwei Grundschulen sowie eine Stadtteilschule und ein Gymnasium entstehen.

"Oberbillwerder wird Bergedorf bereichern – als ein Stadtteil, der Wohnraum schafft, Arbeitsplätze bietet und gleichzeitig Raum für Bildung und Freizeit eröffnet", sagte Cornelia Schmidt-Hoffmann, Bezirksamtsleiterin von Bergedorf.

Doch das Großprojekt an der Bahnlinie nach Bergedorf stieß von Beginn an auf Widerstand. Die Initiative "Nein zu Oberbillwerder" kritisiert die Zerstörung einer "artenreichen Offenlandschaft" sowie die Bedrohung von Landwirtschafts- und Reiterhöfen.

Opposition geeint dagegen

Die CDU-Fraktion Bergedorf hält an ihrer Ablehnung fest. "Der Senat wollte Oberbillwerder von Anfang an auf Biegen und Brechen durchsetzen", sagte der CDU-Wahlkreisabgeordnete Dennis Gladiator.

Die Linken kritisieren insbesondere, dass der Senat das Bebauungsplanverfahren 2024 an sich gezogen hatte, wodurch das Bezirksamt Bergedorf entmachtet wurde. "Gerade in Zeiten steigender Demokratieverdrossenheit ist das ein fatales Zeichen", so Christin Feiler-Siegert, Fraktionsvorsitzende der Linken.

Auch die AfD äußerte sich zuvor schon kritisch. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher Alexander Wolf bezeichnete das Vorgehen als "planwirtschaftlichen rot-grünen Dirigismus" und warnte vor politischen Folgen.

Im Herbst beginnen Erschließungsmaßnamhen

Trotz der Kritik: Mit dem Beschluss ist der Weg für Oberbillwerder nun endgültig frei. Die städtische IBA Hamburg kann mit der Erschließung beginnen, Grundstücke werden an Bauherren vergeben. "In diesem Herbst beginnen die ersten Erschließungsmaßnahmen", kündigte Kay Gätgens an, der Geschäftsführer IBA.

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