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Hamburg

Hamburg: Bürgerschaft verabschiedet Urgesteine mit stehenen Ovationen


Nach fast drei Jahrzehnten
Emotionaler Abschied zweier Bürgerschafts-Urgesteine

Von t-online, jon

27.02.2025 - 02:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Letzte Sitzung Hamburgische Bürgerschaft vor der WahlVergrößern des Bildes
Die Bürgerschaftsabgeordneten Mathias Petersen (SPD, l) und Norbert Hackbusch (Die Linke) stehen vor einer Tür zum Sitzungssaal des Parlaments im Hamburger Rathaus. (Quelle: Niklas Graeber/dpa/dpa-bilder)
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Emotionaler Abschied in der Hamburgischen Bürgerschaft: Zwei Politiker verlassen nach Jahrzehnten das Parlament. Ihre letzte Botschaft sorgt für stehende Ovationen.

Mit eindringlichen Worten zur Verteidigung demokratischer Werte haben zwei langjährige Abgeordnete ihre politische Karriere in der Hamburgischen Bürgerschaft beendet. In einer emotional aufgeladenen letzten Sitzung vor der anstehenden Wahl richteten der SPD-Politiker Mathias Petersen und Norbert Hackbusch von der Linken mahnende Appelle an ihre parlamentarischen Nachfolger.

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Besonders deutlich wurden beide bei der Warnung vor Gefahren für die Demokratie. „Die Vergangenheit und die Gegenwart zeigen uns, wie schnell die Demokratie verloren gehen kann", betonte Petersen in seiner Abschiedsrede. Er appellierte an alle Bürgerschaftsmitglieder, gegenüber antidemokratischen Strömungen standhaft zu bleiben und zeigte sich zuversichtlich: „Ich wünsche mir und gehe auch fest davon aus: Sie schaffen das gemeinsam."

Hackbusch fordert Abgeordnete zu mehr Mut auf

Noch direkter wurde Hackbusch, der seine Kolleginnen und Kollegen zu mehr Mut aufrief: „Ich will deutlich sagen: Keine Angst vor den Mächtigen." Der Linken-Politiker ermunterte nachdrücklich dazu, die parlamentarische Redefreiheit entschlossen zu nutzen und bei politischen Entscheidungen das eigene Gewissen zu befragen. „Seid unbequem mit euren eigenen Entscheidungen", forderte er und mahnte zur regelmäßigen Selbstreflexion über richtige und falsche Positionen.

Die Reaktionen im Parlament zeigten die hohe Wertschätzung für beide Politiker: Fast alle Abgeordneten erhoben sich zu stehendem Applaus nach den bewegenden Reden – lediglich die Mitglieder der AfD-Fraktion blieben demonstrativ sitzen.

Mit Petersen und Hackbusch verlassen zwei prägende Gestalten die Hamburgische Bürgerschaft. Der SPD-Mann gehörte dem Parlament seit 1997 an – knapp 28 Jahre lang – und führte seine Partei in Hamburg von 2004 bis 2007 als Landesvorsitzender. Hackbusch blickt auf eine ungewöhnliche Karriere zurück: 1993 zunächst für die Grüne Alternative Liste ins Parlament gewählt, verließ er 1999 die Partei und schied 2001 aus. Nach seiner Rückkehr für die Linke im Jahr 2008 bringt er es insgesamt auf 25 Jahre Parlamentszugehörigkeit. Bei der Bürgerschaftswahl am kommenden Sonntag treten beide nicht mehr an.

Verwendete Quellen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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