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Hamburg

Hamburg: Verdi-Warnstreik in Kliniken – OP-Termine abgesagt


Am Donnerstag und Freitag
Warnstreik in Kliniken: OP-Termine fallen aus

Von t-online, dpa
05.03.2025 - 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Ärzte führen eine Operation durch (Symbolbild): Patienten mit einer nicht dringlichen OP müssen wegen eines Streiks um ihren Termin bangen.Vergrößern des Bildes
Ärzte führen eine Operation durch (Symbolbild): Patienten mit einer nicht dringlichen OP müssen wegen eines Streiks um ihren Termin bangen. (Quelle: IMAGO/Juliane Sonntag)
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Verdi ruft zu einem zweitägigen Warnstreik in Hamburger Krankenhäusern auf. Patienten mit OP-Termin müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem zweitägigen Warnstreik in mehreren Hamburger Krankenhäusern auf. Damit will sie ihre Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes untermauern. Betroffen sind die sieben Asklepios-Kliniken in Hamburg sowie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Am Donnerstag und Freitag sollen dort zahlreiche Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen.

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Laut Verdi wird der Streik zu erheblichen Einschränkungen führen. Besonders betroffen sind die Pflege, Röntgen-Abteilungen, zentrale Notaufnahmen, Intensivstationen, Kreißsäle, Labore und die Verwaltung. Dennoch seien Notdienstvereinbarungen getroffen worden, um eine Mindestbesetzung zu gewährleisten. "Niemand wird zu Schaden kommen", versicherte eine Sprecherin der Gewerkschaft.

Das fordert Verdi von den Kliniken

Am Donnerstagmorgen plant Verdi eine Kundgebung auf dem Gänsemarkt mit rund 1.500 Teilnehmern. Auch Beschäftigte der Schön-Klinik Hamburg-Eilbek und der Endo-Klinik von Helios sollen sich am Streik beteiligen. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro zusätzlich pro Monat. Außerdem sollen Zuschläge für Bereitschafts- und Wochenenddienste steigen.

Das UKE betont, dass die medizinische Versorgung sichergestellt sei, allerdings müssten nicht dringliche Operationen verschoben werden. Die Asklepios-Kliniken erklärten, sie seien gut auf die Auswirkungen des Warnstreiks vorbereitet. Die Notfallversorgung sei jederzeit gewährleistet.

"Nicht angemessen": Kritik an Verdi-Warnstreik in Hamburg

Kliniksprecher Mathias Eberenz äußerte Unverständnis für den Streik: "Wir sind sicher, dass sich die Tarifpartner einigen werden. Daher halten wir die Streikmaßnahmen in dieser Phase der Verhandlungen für nicht angemessen." Auch die Schön-Klinik Hamburg-Eilbek bezeichnete die Arbeitsniederlegung als verfrüht. Man befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit der Gewerkschaft, erklärte Sprecher Stefan Fuhr. Die Endo-Klinik von Helios äußerte sich ähnlich und verwies auf die nächste Verhandlungsrunde am 13. März.

Hintergrund des Warnstreiks ist die laufende Tarifrunde im öffentlichen Dienst. In den bisherigen Verhandlungen gab es keine Annäherung. Bundesweit sind 2,5 Millionen Beschäftigte betroffen, darunter Erzieherinnen, Krankenpfleger, Busfahrer und Feuerwehrleute. In Hamburg geht es laut Verdi um die Arbeitsbedingungen von rund 20.000 Klinikmitarbeitern.

Bereits am 13. Februar hatte es einen Warnstreik in den Hamburger Kliniken gegeben. Auch damals mussten Operationen verschoben werden, während Notdienste weiterhin im Einsatz waren. Die Tarifverhandlungen werden vom 14. bis 16. März in Potsdam fortgesetzt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Transparenzhinweis

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