Innere Sicherheit Waffenverbot an Hamburger Bahnhöfen erneut verlängert
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Das Waffenverbot an Hamburger Bahnhöfen ist erneut verlängert worden. Erst kürzlich entdeckten Beamte bei Kontrollen erneut viel Waffen.
Die Bundespolizei verlängert das Waffenverbot an allen Hamburger Bahnhöfen bis Ende März. Bei einer großangelegten Kontrolle mit 60 Beamten hatte die Polizei erst kürzlich etwa 600 Personen am Hauptbahnhof kontrolliert – dabei stellten die Beamten 14 Messer und vier Tierabwehrsprays sicher. Ende Januar war das Verbot das erste Mal verlängert worden.
Seit Ende November gilt an den Hamburger Bahnhöfen ein striktes Waffenverbot. Die Maßnahme betrifft den Hauptbahnhof sowie die Bahnhöfe Altona, Harburg, Bergedorf und Dammtor. Das Verbot bleibt vorerst bis Ende März bestehen, wie die Bundespolizeidirektion Hannover mitteilte.
Körperverletzungen mit Messern weiterhin ernsthaftes Problem
Ursprünglich wurde das Waffenverbot wegen erhöhter Kriminalität und Alkoholkonsum auf Weihnachtsmärkten und Silvester eingeführt. Nun erklärte die Bundespolizei, dass Körperverletzungen mit Messern weiterhin ein ernsthaftes Problem darstellen und die Sicherheit von Bahnreisenden gefährden.
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Bereits seit dem 1. Oktober 2023 ist der Bereich rund um den Hauptbahnhof Waffen-frei. Mitte Dezember führte der Senat zudem ein generelles Messerverbot im öffentlichen Nahverkehr ein. Innensenator Andy Grote (SPD) begründete diesen Schritt mit schweren Straftaten in anderen Städten wie Mannheim, Solingen und Brokstedt.
Erst am Dienstag hatten Beamte der Bundes- und Hamburger Polizei bei einem Schwerpunkteinsatz am Hauptbahnhof 599 Personen kontrolliert. Dabei wurden 14 Messer und vier Tierabwehrsprays beschlagnahmt.
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- Nachrichtenagentur dpa